Bei fabric geht es dem Wortsinne nach um Stoffe. Und um die stoffliche Verbundenheit und elementare Verknüpfung des Ausgangsmaterials der Entstehung – bezogen auf die Einzelelemente als solche sowie auf das große Ganze der Entstehungsgeschichte kosmischer Eruption. Die Kleidung hat dabei den doppelbödigen Charakter des Kleidens im Sinne der Nützlichkeit sowie des Schmückens und Überbrückens der Natürlichkeit, und zum anderen jenen des Verkleidens oder Gegliedertseins in Zweckmäßigkeiten eines verstofflichten Alltags. Sprich, der Stoff bedient sich anderer Formen und stellt sich als differenziale Verschiebung seiner selbst dar; anders als bislang gekannt, im Kern aber gleich geblieben. Die Betrachtung verformt ihn zur adaptiven Gestalt, wodurch er zum einen reale Definition erhält, und zum anderen nutzbar wird als Allegorie oder Verwendungselement.

Orpheus, das musikalische Versatzstücke meiner Klanginstallation Orte [Orte 1] enthält, steht mit fabric filmisch in Verbindung. Beide Video Art-Arbeiten verweisen teilweise auf dasselbe Ausgangsmaterial, welches sich fabric zunutze machte, um thematische Elemente Orpheus’ zu extrahieren und zu erweitern, sodass die thematischen Zusammenhänge fortgeschrieben werden können.